1. Sachsisches GIS-Forum des GDI-Sachsen e.V.

Einen rundum gelungenen Start legte am 12.02.2004 das erste Sächsische GIS-Forum des GDI-Sachsen e. V. hin.

Das Rathaus der Stadt Dresden (Goldene Pforte) als Veranstaltungsort unterstrich die Bedeutung der Kommunen für eine sich entwickelnde Geodateninfrastruktur.

 

Ca. 200 Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft nutzen die Gelegenheit sich über die Ziele und die Realisierung einer Geodateninfrastruktur in Sachsen zu informieren. 23 Sponsoren unterstützen das sächsische GIS-Forum und waren mit einem eigenen Stand vertreten. Die Teilnehmer informierten sich umfassend über die ausgestellten Produkte und Dienstleistungen der Geobranche.



 

Nach einer Einführung in das Thema durch den Vorstandsvorsitzenden Herrn Prof. Dr. Lilienblum stellte Herr Dr. Lenk vom IMAGI (Interministerieller Ausschuss für Geoinformationswesen) die Ziele einer Geodateninfrastruktur in Deutschland vor. Der stellvertretende Vorsitzende des GDI-Sachsen e. V. Herr Dr. Bernhard nahm anschließend zur Lage der Geodateninfrastruktur in Sachsen Stellung und gab erste Anregungen wie die Situation in Sachsen für Nutzer und Anbieter optimiert werden kann.



 

Herr Auräth von der KoBIT (sächsische Staatskanzlei) und Herr Zechendorf vom sächsischen Ministerium des Innern zeigten den aktuellen Stand der Geodateninfrastruktur in der sächsischen Landesregierung am Beispiel des Metadateninformationssystems GeoMIS.Sachsen.



 

Die Entwicklung der Geodateninfrastruktur ist ein integrierter Bestandteil der e-Government Initiative.


 
 

Herr Kaufmann von der RDS (Robotron Datenbank Software) - in Vertretung für Herrn Krah vom sächsisches Ministerium des Innern - stellte das Informationssystem Gesamtstraßennetz „ISGSN“ vor. „ISGSN“ ist ein gemeinsames Informationssystem für Landes- und Kommunal-behörden auf der Grundlage von Geobasis- und Fachdaten.



 

Der GDI-Sachsen e. V. will von den Erfahrungen anderer profitieren. CEGI, Geokomm und Runder Tisch verfolgen ähnliche Ziele wie der GDI-Sachsen e. V.

Die Vorträge von Herrn Dr. Buziek (CEGI - Center für Geoinformation GmbH) und Herr Dr. Hecker (Geokomm) zeigten Wege auf, wie eine maßgebliche Beförderung der Geodaten-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen und Berlin/Brandenburg erreicht werden kann. Im Vortrag von Frau Huber (Runder Tisch) erfuhren die Zuhörer, dass bereits jetzt mit Hilfe von OGC Standards eine interoperable Auskunft aus verteilten heterogenen Datenbeständen möglich ist.

 

Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Beiträge der Kommunen Dresden, Meißen und Würzburg.
Ihre Vorträge gaben einen aktuellen Einblick in die Geodaten- und GIS Aktivitäten von kleinen und großen Kommunen. Den Teilnehmern wurde deutlich, dass das Engagement der o. g. Kommunen kaum bekannt ist, obwohl diese eine Vorreiterrolle spielen könnten.

 

Am Ende des informativen Symposiums gab Herr Prof. Dr. Lilienblum ein erstes Resümee der Veranstaltung. Es wurden erste Empfehlungen an die Entschei-dungsträger in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung verabschiedet.

Der GDI Sachsen e. V. fördert die wissenschaftliche Arbeit und unterstützt eine Studie zur Geodateninfrastruktur, die im Rahmen einer Dissertation erstellt wird.

 

Die Teilnehmer waren von der Veranstaltung begeistert und wollen auch am Zweiten Sächsischen GIS-Forum des GDI-Sachsen am 03.02.2005 teilnehmen, welches unter ausländischer Beteiligung stattfinden wird.

Bis dahin haben Interessierte die Möglichkeit Vorträge in Zwickau, Bautzen und Leipzig zu den Themen OGC, Geodatenportale und „Wert von Geodaten“ zu besuchen.

Darüber hinaus wird der GDI-Sachsen e. V. auf der COMTEC in Dresden (04.-06.November 2004) vertreten sein.


 

Empfehlungen und Schlussfolgerungen.


1) Die Landesregierung beschleunigt ihre Reformstrategie zur Gestaltung von Geodateninfrastruktur und E-Government sowie ihre Aufmerksamkeit für das „Wirtschaftspotenzial Geodaten“ im Freistaat.

2) Ziele sind mehr Service, Transparenz und Effizienz mit einer Verwaltungsmodernisierung hin zu einer demokratischen Bürgergesell-schaft und neuem Verhältnis von Staat und Bürger.
„E-Government bewegt die Verwaltung und bewegt die Menschen.“

3) Imagegewinn durch Online-Angebote und Behörden-Dienstleistungen mit schneller unkomplizierter Bereitstellung und Veredelungsmöglichkeit georeferenzierter Basisdaten zu nutzbaren raumbezogenen Fachinforma-tionen ohne Medienbrüche wird ein Schwerpunkt.

4) Verwaltungsvorgänge sind zu überdenken und zu vereinfachen, um neben besserem Service insbesondere innere Reserven zur Bewältigung der Kernaufgaben der Behörde im Interesse von Nutzern, Unternehmen und Wertschöpfungen aufzudecken.

5) Die Gründung eines zentralen Lenkungsgremiums auf Landesebene wird begrüßt und mit allen Möglichkeiten des GDI-SN aktiv unterstützt.

6) Hauptaufgabe ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Zugang zu Geodaten für alle mit berechtigtem Interesse und Online-Ver-fügbarkeit im öffentlichen und privaten Bereich.

7) Der GDI-SN bietet seine aktive Mitwirkung zur Analyse und Prozess-gestaltung der GeoDatenInfrastruktur und zur Entwicklung von Ideen und Maßnahmen der Umsetzung an.

8) Alle Maßnahmen sollen wirtschaftliche Aspekte ausreichend berück-sichtigen und Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, speziell im IT- und GI- Bereich, unterstützen. Geodatenwirtschaft und Geodatenwesen des Freistaates sind als moderne und zukunftsträchtige Wirtschafts-faktoren zu Wirtschaftsfaktoren zu entwickeln und staatlich zu fördern.


 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Sponsoren und Teilnehmern für die Realisierung des ersten Sächsischen GIS-Forums des GDI-Sachsen e. V.



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